
SERENA-Projekt
SERENA ist ein Projekt, das im Rahmen des Gesundheitsprogramms „Horizon Europe“ der Europäischen Union unter der Finanzhilfevereinbarung 101151854 gefördert wird. Das Projekt startete im Januar 2025 für eine Dauer von fünf Jahren und vereint 21 europäische Partner.
Die Umsetzung des von der EU finanzierten SERENA-Projekts wurde offiziell am 1. Januar 2025 gestartet. Diese multidisziplinäre Initiative zielt darauf ab, den Zugang zu Gesundheits- und Sozialdienstleistungen für misshandelte Kinder in ganz Europa zu verbessern.
Ein dringendes Problem angehen
Kindesmisshandlung, einschließlich körperlicher, sexueller und psychischer Misshandlung sowie Vernachlässigung, ist nach wie vor ein weit verbreitetes, wenn auch selten gemeldetes Problem der öffentlichen Gesundheit in Europa, das für die Opfer langfristige körperliche und psychische Gesundheitsprobleme mit sich bringt. Trotz der Verfügbarkeit von Gesundheits- und Sozialdiensten sehen sich viele betroffene Kinder mit erheblichen Hindernissen konfrontiert, wenn es darum geht, rechtzeitig wirksame Unterstützung zu erhalten. Das SERENA-Projekt hat folgende Ziele:
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Identifizierung und Analyse von Hindernissen beim Zugang zu Gesundheits- und Sozialdiensten für misshandelte Kinder in verschiedenen europäischen Kontexten.
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Bewertung der aktuellen Versorgungspfade und der Ungleichheiten bei der Leistungserbringung vor und nach der Feststellung von Kindesmisshandlung.
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Bewertung der finanziellen Belastung durch Kindesmisshandlung für Opfer, Familien und die Gesellschaft.
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Entwicklung umsetzbarer Empfehlungen zur Verbesserung der Strategien zur Erkennung, Bewältigung und Prävention mit dem Ziel, Einfluss auf Politik und Praxis in den EU-Ländern zu nehmen.
Ein umfassender, multinationaler Ansatz
SERENA wird einen gemischten Ansatz verfolgen, bei dem qualitative Analysen in drei EU-Ländern mit quantitativen Analysen unter Verwendung von Längsschnittkohortendaten aus sieben Ländern sowie aggregierten Daten zu Kinderschutzdiensten aus 26 Ländern kombiniert werden.
Eine interdisziplinäre, partizipative Synthese der Ergebnisse wird mit Interessengruppen und erwachsenen Überlebenden durchgeführt, um gemeinsam eine Bewertung der aktuellen Situation zu erstellen und vorrangige Maßnahmen zu definieren. Es werden operativ und wirtschaftlich tragfähige Empfehlungen mit dem Potenzial zur Übertragbarkeit auf die gesamte EU formuliert und gefördert. Der SERENA-Ansatz lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Erwartete Auswirkungen
Durch die Beseitigung der systemischen Hindernisse, die eine wirksame Unterstützung misshandelter Kinder behindern, strebt SERENA Folgendes an:
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Verbesserung der Strategien zur Früherkennung und Intervention;
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Verringerung der Häufigkeit und Schwere von Misshandlungsfällen;
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Verringerung der langfristigen gesellschaftlichen und finanziellen Belastungen im Zusammenhang mit Kindesmisshandlung.
Die Ergebnisse des Projekts sollen in legislative Maßnahmen einfließen, die Verfügbarkeit und Gültigkeit von Dienstleistungen verbessern und eine bessere Koordinierung zwischen Gesundheits- und Sozialdiensten in ganz Europa fördern.

Das SERENA-Konsortium
SERENA wird von Prof. Catherine Quantin, Institut National de la Santé et de la, koordiniert
Recherche Médicale (INSERM) in Frankreich, mit der Teilnahme von 21 Partnerorganisationen aus 12 europäischen Ländern (Österreich, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Niederlande, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Vereinigtes Königreich)
























