29. Mai 2026: SERENA-Forschung auf der 11. Weltkonferenz für Frauenstudien ausgezeichnet
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Am 29. Mai 2026 wurde die Forschung des Projekts SERENA auf der 11. Weltkonferenz für Frauenstudien (WCWS) im Rahmen einer Online-Sitzung vorgestellt, an der Forschende asiatischer Universitäten sowie Frauenrechtsorganisationen teilnahmen. Die Präsentation wurde von Maria Roth (Babeș-Bolyai-Universität, Rumänien) im Namen des SERENA-Konsortiums gehalten. Sie befasste sich mit den Erfahrungen von Frauen, die Misshandlungen in der Kindheit überlebt haben und an Forschungsprojekten teilnehmen, und betonte die Bedeutung der Einbindung von Überlebenden in die Gestaltung ethischer und aussagekräftiger Forschung. An der Sitzung nahmen rund 15 Personen teil. Die Präsentation wurde mit dem Overall Best Presenter Award ausgezeichnet und erhielt damit Anerkennung sowohl für ihre wissenschaftliche Qualität als auch für ihren Beitrag zu den Diskussionen über Geschlechterfragen, Gewalt und partizipative Forschung.
Beiträge der SERENA-Partner
Maria Roth präsentierte „Voices of Women Survivors of Child Maltreatment Participating in Research“, basierend auf den Ergebnissen einer multinationalen Studie mit erwachsenen Überlebenden von Kindesmisshandlung aus mehreren europäischen Ländern. Die Präsentation untersuchte die ethischen, rechtlichen und methodischen Aspekte der Einbindung von Überlebenden in die Forschung und hob hervor, dass ihre Lebenserfahrungen eine wertvolle Wissensquelle für die Verbesserung von Kinderschutzmaßnahmen und entsprechenden Dienstleistungen darstellen. Die Studie kombinierte eine internationale Online-Befragung mit Interviews und Fokusgruppen, um zu untersuchen, wie die Teilnehmenden ihre Identität als Opfer und Überlebende wahrnehmen und wie diese Wahrnehmungen ihre Bereitschaft beeinflussen, an Forschungsprojekten mitzuwirken.
Die Präsentation zeigte, dass die Teilnahme an Forschungsprojekten für Überlebende erhebliche persönliche und gesellschaftliche Vorteile mit sich bringen kann. Die Teilnehmenden beschrieben die Forschung als Möglichkeit, ihre Erfahrungen anzuerkennen, das öffentliche Bewusstsein für Kindesmisshandlung zu stärken und zur Verbesserung professioneller Praktiken beizutragen. Die Ergebnisse zeigten außerdem, dass die Begriffe Opfer und Überlebende sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich im Laufe verschiedener Lebens- und Genesungsphasen verändern können. Die Forschung unterstrich die Notwendigkeit, den angemessenen Schutz der Teilnehmenden mit der Anerkennung ihrer Handlungsfähigkeit, Resilienz und Expertise in Einklang zu bringen und dadurch partizipativere und ethisch fundiertere Forschungsansätze im Bereich Kindesmisshandlung zu fördern.
Wirkung und Ergebnisse
Die Präsentation regte Diskussionen zwischen Teilnehmenden aus Universitäten und Frauenrechtsorganisationen über die Rolle der Beteiligung von Überlebenden an der Forschung zu Gewalt gegen Kinder und Frauen an. Die Auszeichnung mit dem Overall Best Presenter Award würdigte die Qualität und Relevanz der Arbeit und unterstrich die Bedeutung der Einbeziehung gelebter Erfahrungen in die Forschung zu Kindesmisshandlung. Durch die Teilnahme an der WCWS 2026 stärkte SERENA die internationale Sichtbarkeit seiner Forschung in den Bereichen Geschlechtergerechtigkeit, Kinderschutz und partizipative Forschung und bekräftigte das Engagement des Projekts für eine inklusivere, ethisch fundierte und auf die Perspektiven der Überlebenden ausgerichtete Forschung.

